Liebe Leserinnen und Leser! "Wenn ein Kind nicht auf Entdeckungsreise gehen darf, wird es auch seine Fähigkeit zur Wahrnehmung nicht entwickeln können" - wie recht Heinrich Jacoby mit diesem Satz hatte, habe ich einmal mehr am Beispiel meiner Tochter Chiara, 12 Jahre jung, erleben können.
Neugierig und aufgeschlossen, wie sie ist, kam sie Anfang des Jahres mit einer Bitte zu mir: Sie wollte an dem zweitägigen Projektmanagement-Grundlagenseminar für unsere neuen Kollegen teilnehmen. Inhaltlich geht es dabei darum, den "Neuen" unsere Philosophie und unser Verständnis für Projektmanagement näher zu bringen. An zwei Tagen wird kompakt und strukturiert das Tiba-Achsenkreuz vorgestellt und eine intensive Einführungsschulung in alle Themen des Projektmanagements gegeben. Die Teilnahme von Chiara war natürlich an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So musste sie mir versprechen, aktiv und konzentriert teilzunehmen und nicht zu stören. Ihre Schule erwartete im Gegenzug für die Freistellung einen Bericht über das, was sie zu Projektmanagement gelernt hat. Chiara war einverstanden - und durfte sich dem Training anschließen. Nun bin ich beim Thema Projektmanagement ein Überzeugungstäter. Nach dem Grundlagenseminar wollte ich deshalb wissen, wie Chiara über das denkt, womit ich mich den ganzen Tag beschäftige. Und siehe da: Aufgrund des Trainings hat meine Tochter ihre Arbeitsweise geändert. Sie betrachtet neue Aufgaben seitdem durch den Blickwinkel eines Projektmanagers. So hat sie zurzeit für die Schule eine 15-seitige Studienarbeit über ihr Lieblingsthema, die "Geschichte des Balletts" zu erstellen. Statt nun einfach loszuschreiben, hat sie für diese Studienarbeit einen Projektplan inklusive Arbeitspakete und Zeitplan aufgestellt und befindet sich aufgrund dieser klaren Struktur genau in ihrem Zeitplan. Sie sagt auch, dass sie solche Aufgaben jetzt wesentlich effizienter und mit weniger Aufwand als früher bewältigt. Auch beim Einstudieren einer neuen Choreografie kam ihr das Erlernte Projektmanagement-Wissen zu Hilfe, nicht nur in Bezug auf die genaue Zeitplanung, sondern auch in Bezug auf die Rollen im Team. Diese Erfahrung hat mich darin bestätigt, dass mit der Vermittlung von Projektmanagement-Wissen nie früh genug begonnen werden kann. Und dies nicht nur, weil es auch bei scheinbar kleinen Aufgaben hilft, sondern auch, weil es einfach sehr viel zu lernen gibt. Projektmanagement ist eine so umfassende Disziplin, dass es nach meiner Auffassung längstens ein eigenes Vollzeitstudium in Deutschland geben müsste. Auf dem Weg dorthin habe ich mich entschlossen, als ersten Schritt zumindest einen berufsbegleitenden Masterstudiengang zu Projektmanagement zu konzipieren und habe hierzu mit der Fachhochschule Ludwigshafen und der Managementakademie Heidelberg die richtigen Partner gefunden. Die Vorbereitungen zu diesem neuen Masterstudiengang "Projektmanagement" sind abgeschlossen, die Akkreditierung wurde bestätigt. Umsetzung und Vertrieb erfolgen ab sofort über unser Tochterunternehmen, die Heidelberg School of Applied Project Management, in der Verantwortung von Prof. Dr. Abendschein. Lesen Sie mehr dazu in dieser Ausgabe. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen projektreichen und erfolgreichen Frühling sowie eine spannende Lektüre. Bleiben Sie uns verbunden. Ihr Till H. Balser Geschäftsführer |